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Marktlage (26. April 2018)

Marktlage

Die besonders hohe Nachfrage im ersten Quartal 2018 kombiniert mit den Produktionskürzungen der Opec lässt die Preise steigen..

 

Laut Analysten war die Ölnachfrage im ersten Quartal 2018 seit 2010 nicht mehr so hoch. Der sinkende Trend bei den US-Ölbeständen ist auch eine Bestätigung für einen erhöhten Verbrauch. Normalerweise hätten diese Bestände aufgrund der geringeren Raffinerieauslastung steigen müssen.

 

OECD OCDE Bestaende Stocks IEASinkender Trend bei den OECD-Beständen (Quelle: IEA)Die wöchentlichen Daten des amerikanischen Department of Energy vom 25. April 2018 verzeichnen zwar eine Zunahme der Vorräte. Dieser bearishe Faktor wurde aber weitgehend vom Markt ignoriert.

 

Gemäss Internationaler Energieagentur liegen nun die OECD-Ölvorräte 30 Millionen Fass über dem von der Opec angestrebten Ziel vom Fünf-Jahresdurchschnitt. Somit haben die Teilnehmer am Opec-Deal ihr Ziel fast erreicht. Eine Fortsetzung der Förderdrosselung wäre ein Zeichen, dass sich das Kartell und Russland nun auf die Preise fokussieren.

 

Die Reduktionsziele der Opec wurden im März mit einer Quote von 149% übertroffen. Die sinkende Förderung im Venezuela spielt dabei eine Rolle. Von diesen Massnahmen ausgenommen erfuhr Libyen auch Produktionsausfälle, nachdem sich ein Anschlag an einer Pipeline ereignet hat.

 

Die steigenden Preise haben einen Einfluss auf die US-Ölförderung. Die Anzahl der Bohranlagen ist erneut gestiegen und erreicht nun 820. Obwohl diese Situation der «America First»-Politik des US-Präsidenten Trump in die Karten spielt, zeigte sich dieser kürzlich von den steigenden Preisen «not amused».

 

Die bullishe Grundstimmung auf den internationalen Märkten sowie ein gegenüber dem Dollar schwächeren Schweizer Franken dürften für höhere Treibstoffpreise in der Schweiz sorgen.