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Auch nach dem heissen Sommer: kühlen Kopf bewahren

Roland BIlang EV UPKommentar von Roland Bilang, Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung zu den jüngsten Diskussionen über den CO2-Ausstoss.

 

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) hat sich am 8. Oktober 2018 wieder einmal mit einem Zwischenbericht zur Lage des globalen Klimas vernehmen lassen. Noch am selben Tag doppelte das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) nach und stellte auch gleich eine Überprüfung der nationalen Klimaziele 2050 in Aussicht. Ob solcher Beflissenheit mag man sich vielleicht beim IPCC freuen.

 

Nüchtern betrachtet ist hingegen klar, dass die Wirkung solcher Inlandziele komplett überschätzt wird. Pro memoria: Die Schweiz hat seit 1990 die Treibhausgase im Energiesektor um beinahe einen Drittel senken können. Weltweit nahm der Ausstoss von CO2 in diesem Zeitraum um über 50 Prozent zu, das ist die unangenehme Wahrheit.

 

Ein konkreter Vergleich: Mit Biotreibstoffen haben wir bei uns im vergangenen Jahr den Ausstoss von 450'000 Tonnen CO2 vermeiden können. Die Welt hat derweil 460'000’000 Tonnen mehr ausgestossen als im Vorjahr.

 

Mit anderen Worten: Wenn uns unsere Gletscher wirklich am Herzen liegen, sollten wir kühlen Kopf bewahren und uns Gedanken machen, welchen Beitrag unser Land zur CO2-Reduktion andernorts leisten kann.

 

Roland Bilang, Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung

 





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