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Das Unmögliche möglich gemacht

Fotografie by Carole Fleischmann 9Das Ehepaar Lippuner hat mit seinem neuen Haus einen Traum verwirklicht. Für die Ölheizung mussten sie aber Umwege gehen.

 

Fast geht der schlichte graue Kubus unter im grossflächigen Industriegebiet von Domat/Ems GR. Dass sich René und Sonja Lippuner ausgerechnet zwischen Firmengebäuden und Lagerhallen im Churer Rheintal niedergelassen haben, hat einen simplen Grund: Eine alte Firmengarage im Familienbesitz des Tankrevisors dient als Fundament für eine 2,5-Zimmer-Loft auf 215 Quadratmetern.

 

«Wir träumten immer von einem Haus, in dem wir wohnen und auch unseren Hobbys fröhnen können», sagt Sonja Lippuner (51), die nur ein Dorf weiter, in Felsberg, aufgewachsen ist. Und tatsächlich brauchen die Hobbys Platz. Drei Harleys und drei Oldtimer zählen zum Eigentum des Paares. Als sie noch im 17. Stock eines Hochhauses in Chur wohnten, mussten ihre Schätze stets auf diverse Orte verteilt werden. Damit ist jetzt Schluss.

 

«Es dauerte Monate, bis wir eine Baubewilligung hatten.»

Fotografie by Carole Fleischmann 18In der gesamten Schweiz stehen Ihnen für die Beratung vor Ort die Aussendienstmitarbeiter von Heizen mit Öl zur Verfügung. Bild: Carole Fleischmann/EV

Seit einem Jahr wohnen die Lippuners in ihrer Loft mit Holzriemenböden, Sichtbeton und einer atemberaubenden Sicht auf den Dreibündenstein. 

Der gelernte Tiefbauzeichner und die gelernte Hochbauzeichnerin haben sogar die Grundpläne selber gezeichnet. Der Weg ins Traumhaus gestaltete sich allerdings steiniger als gedacht. Denn für Tankrevisor René Lippuner (51, Inhaber der Firma LIPAG Tankanlagen) kam von Anfang an nichts anderes als eine Ölheizung infrage. Da Neubauten in Domat/Ems aber dem Minergie-Standard entsprechen müssen, galt es, einige zusätzliche Vorschriften zu erfüllen.

 

Fotografie by Carole Fleischmann 17Die Solarkollektoren waren eine Anforderung zur Erfüllung des Minergie-Standards. Bild: Carole Fleischmann/EVSolarthermieanlage als Unterstützung

 

«Es dauerte acht Monate, bis wir eine Baubewilligung hatten. Statt wie geplant Anfang 2016 startete unser Bau erst im September 2016», erinnert sich das Ehepaar.

 

Da die zwei während der gesamten Bauphase bereits in der Garage des Hauses wohnten, wurden die Nerven zusätzlich strapaziert. Jetzt steht im Erdgeschoss des Gebäudes eine Ölheizung und auf dem Dach der Garage sind auf 15 Quadratmetern Solarkollektoren verlegt. Zudem mussten die Aussenisolation des Hauses sowie die Fenster nach Minergie-Standard angebracht werden. All diese Auflagen waren zu erfüllen, damit der Neubau mit einer Ölheizung beheizt werden darf.


Bei der Wahl der neuen Ölheizung habe man sich auf die Empfehlung des Heizungsplaners verlassen. Der SK 20 von Sixmadun verfügt über eine Leistung von 15 bis 21 Kilowatt. Der Öltank, der 10 000 Liter fasst, war schon vorhanden, er wurde in den 1970er-Jahren im Boden eingelassen. René Lippuners Vater hatte ihn damals in Betrieb genommen.

 

«So, wie wir es jetzt gelöst haben mit der Kombination mit Sonnenenergie, sind wir absolut zufrieden.»

Die Solarthermie dient den Lippuners primär zur Aufbereitung von Warmwasser. Aber auch eine Heizungsunterstützung von bis zu 30% ist möglich. Deswegen wurde auch ein Kombispeicher von 1500 Litern gewählt. Damit das Speichervolumen möglichst gross ist und so möglichst viel Sonnenenergie ausgenutzt werden kann. Für den Fall, dass die Solarwärme nicht reicht, ist zusätzlich die Ölheizung angeschlossen. Die Investitionskosten für die Kombination Öl und Solaranlage: 58 000 Franken.


Fotografie by Carole Fleischmann 14Ein Traum auf 215 Quadratmetern: Sonja und René Lippuner in ihrer Loft in Domat/Ems. Bild: Carole Fleischmann/EVIm ersten Jahr im neuen Haus brauchte das Paar 2000 Liter Heizöl. Ob sich die zusätzlichen Kosten von rund 50 000 Franken für Lüftung und Isolation bezahlt machen, könne man wohl erst in ein paar Jahren abschätzen, so Sonja Lippuner.


Wermutstropfen Stromverbrauch


Für das Ehepaar Lippuner war immer klar, dass für ihre Heizung nur Öl in Frage kommt. Als Tankrevisor hat René Lippuner täglich mit dem Rohstoff zu tun und somit einen engen Bezug dazu. «Und so, wie wir es jetzt gelöst haben mit der Kombination mit Sonnenenergie, sind wir absolut zufrieden», sagt René Lippuner. Einziger Wermutstropfen ist der relativ hohe Stromverbrauch der Lüftungsanlage, die sie zur Erfüllung der Bauvorschriften einbauen mussten. Für die Umsetzung ihres Lebenstraums nehmen sie dies aber in Kauf.


So frisch die Strapazen des Baus aber auch noch sein mögen, die Lippuners sind angekommen in ihrem neuen Heim. Und sie haben schon die nächsten Pläne im Kopf. Im Dach der Loft wurde nämlich ein möglicher Abzug für ein Cheminée eingebaut. «Für die Übergangszeit wünschen wir uns eine Möglichkeit, auch mit Holz zu wärmen.»





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