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Marktlage (27. April 2017)

Der Markt hat sich noch nicht vom neusten Preissturz erholt. Die amerikanischen Ölbestände sind hoch, obwohl eine höhere Auslastung der US-Raffinerien für eine Senkung hätte sorgen sollen. Dies deutet darauf hin, dass trotz der OPEC-Produktionskürzungen mehr Rohöl importiert wurde.

 

Die Marktteilnehmer sind gegenüber der Einflussnahme des Kartells skeptisch. Die OPEC zielte ursprünglich darauf ab, die Ölbestände auf den Durschnitt der vergangenen fünf Jahre zu bringen. Laut Analysten hat diesbezüglich die OPEC ihr Ziel verfehlt.

 

Mit dem kontinuierlichen Anstieg der aktiven Bohranlagen in den Vereinigten Staaten wird die globale Überversorgung nicht so leicht abzuschaffen sein. Laut Experten dauert es zwischen sechs und acht Monate von der Inbetriebnahme einer Anlage bis zur Ölförderung. Die Auswirkungen dieser Zunahme wird daher der Markt in den nächsten Monaten spüren. Einige warnen bereits vor einem „massiven Einbruch“ der Ölpreise.

 

Um diesem Trend entgegenzuwirken, sind einige Förderländer bestrebt, das OPEC-Abkommen zu verlängern. Die globale Nachfrage soll in den nächsten Monaten wegen der höheren Wirtschaftskonjunktur steigen. Somit würden sich weitere Produktionskürzungen positiv auf die Ölbestände auswirken.

 

Trotz einer Empfehlung des Gremiums für die Überwachung der Produktionskürzungen gestaltet sich eine Verlängerung des OPEC-Abkommens schwierig. Förderländer, die Investitionen in die Produktionskapazitäten getätigt haben, würden demzufolge auf deren Ertrag verzichten. Zudem bleibt die Haltung Russlands gegenüber einer Verlängerung ungewiss.