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Biotreibstoffe senken den CO2-Ausstoss

Grafik BiotreibstoffeSeit der Einführung der Kompensationspflicht 2013 ist eine markante Wachstumsphase des Biotreibstoffabsatzes zu beobachten. Heute machen Biotreibstoffe rund 2 Prozent des Treibstoffabsatzes aus. Sie senken den CO2-Ausstoss im Verkehr.

 

2013 wurde mit dem CO2-Gesetz eine Kompensationspflicht eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt wurden 11,3 Millionen Liter Biotreibstoffe in der Schweiz verkauft. 2016 wurden rund 120 Millionen Liter Biotreibstoffe auf dem Schweizer Markt abgesetzt. Bezogen auf die gesamte Treibstoffmenge von etwa 6,5 Milliarden Litern entspricht dies einem Anteil in der Grössenordnung von 2 Prozent. Gemäss Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung wurden 2016 etwa 9,5 % des Biodiesels in der Schweiz hergestellt. Bioethanol wird ausschliesslich importiert.

 

2016 ermöglichte der Einsatz von Biotreibstoffen CO2-Einsparungen in der Höhe von 250‘000 Tonnen. Gemäss Biofuels und Stiftung KliK hat das Programm Biotreibstoffe zum Ziel, von 2014 bis 2020 2'650'000 Tonnen CO₂ einzusparen.

 

Biotreibstoffe aus Abfällen und Reststoffen erzeugen in ihrem ganzen Lebenszyklus rund 90% weniger Treibhausgase als fossile Treibstoffe. In Europa sind auch nachwachsende Rohstoffe als Quelle für Biotreibstoffe zugelassen. Diese ermöglichen eine Reduktion von 40% der Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Treibstoffen, also 50% weniger als die in der Schweiz zugelassenen Biotreibstoffe.

 

Strenge Anforderungen an die Herstellung

 

Seit Inkrafttreten der Änderung des Mineralölsteuergesetzes vom 1. Juli 2008 sind Biotreibstoffe von der Mineralölsteuer befreit, sofern ökologische und soziale Mindestanforderungen erfüllt werden. Sowohl inländische Hersteller als auch Importeure müssen nachweisen, dass ihre Treibstoffe eine positive ökologische Gesamtbilanz und sozial annehmbare Produktionsbedingungen aufweisen.