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Juvent September 2010 11 @BKWWindräder produzieren erneuerbaren Strom. Für einen reibungslosen Betrieb sind diese Anlagen auf Erdölprodukte angewiesen.

inlandabsatz dAufteilung des Absatzes in Kategorien Treibstoffe, Brennstoffe und übrige Produkte; die gepunktete Linie stellt den Absatz im Jahr 2000 dar (in Tonnen)Aufgrund der kontinuierlich verbesserten Treibstoffeffizienz neuer Motoren und der Tendenz hin zum Kauf weniger leistungs­starker Personenwagen ist die Nachfrage nach Autobenzin seit einigen Jahren kontinuierlich rückläufig.  

 

Der Absatz von Dieselöl, das zu einem grossen Teil im Bau- und Transportgewerbe eingesetzt wird, überschreitet denjenigen von Benzin.

 

Beim Flugpetrol stiegen die Verkäufe normalerweise. Bei den Hauptflughäfen Zürich und Genf nehmen die Flugbewegungen zu. 

 

Der Absatz von Heizöl-Extra-Leicht sinkt. Der Anteil von Ökoheizöl schwefelarm nimmt hingegen zu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Benzin ist ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen der Molekülgrössen C4 (vier Kohlenstoff­atome) bis C12 und hat einen Siedebereich zwischen etwa 50°C und 210°C. Es dient als Treibstoff für Verkehrsmittel, die mit Ottomotoren betrieben werden. Dazu zählen als wich­tigste Verkehrsträger Personenwagen und kleinere Nutzfahrzeuge sowie auch Motorräder und (Freizeit-)Motorboote. In Klein- und Sportflugzeugen wird das ähnliche Flugbenzin (AVGAS) eingesetzt.

 

Die Qualitätsanforderungen sind in der pdfNorm SN EN 228 festgelegt. Ein motorentechnisch wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Oktanzahl, welche als Mass für die Klopffestigkeit des Benzins gilt.

 

An der Tankstelle begegnen dem Kunden primär die beiden Qualitäten Benzin bleifrei mit 95 Oktan (BF95) und Benzin bleifrei mit 98 Oktan (BF98). Zudem bieten einige Markenge­sellschaften auch Premiumqualitäten mit teilweise höheren Oktangehalten an.

 

Benzin kann auch Biotreibstoffe enthalten, wie beispielsweise Ethanol oder auch ETBE (Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether). Gemäss Norm ist ein Ethanolanteil von bis zu 5 Volumenpro­zent ohne Kennzeichnungspflicht an der Zapfsäule zulässig und mit sämtlichen Benzin­fahr­­zeu­gen kompati­bel.

 

Aus ökologischer Sicht sind der tiefe Schwefelgehalt (max. 10 mg/kg), sowie Begrenzung­en des Aromaten- und Benzolgehalts im Benzin von Bedeutung. Zudem gilt in der wärme­ren Jahreszeit ein Dampfdruckgrenzwert (max. 60 kPa), wodurch die Verflüchtigung reduziert wird. Diese Produkteigenschaften leisten in Zusam­menwirkung mit weitgehend geschlossenen Tank- und Leitungssystemen beim Benzin­umschlag (Gasrückführung und Gaspendelung) sowie immer treibstoffeffi­ziente­ren Benzinmotoren mit wirk­samer Abgasnachbehandlung (Dreiweg-Katalysator) einen wichtigen Beitrag zur Luftrein­haltung im Strassenverkehr.

Benzin, Dieselöl und Flugpetrol (Kerosin) sind die mengenmässig wichtigsten Treibstoffe in der Schweiz.

Dieselöl oder kurz "Diesel" besteht aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen der Molekülgrössen C10 (10 Kohlenstoffatome) bis C22 und verfügt über einen Siedebereich von 170 °C bis 370 °C.

 

Diesel dient als Treibstoff für Dieselmotoren. Damit erstreckt sich das Einsatzspektrum von Personenwagen, Bussen, Lastwagen und anderen Nutzfahrzeugen, über Motorboote, Schiffe und Rangierlokomotiven bis hin zu Baumaschinen.

 

Die Qualitätsanforderungen für Diesel sind in der pdfNorm SN EN 590 festgelegt. Von moto­ren­­technisch grosser Bedeutung ist die Cetanzahl, welche die Zünd­willigkeit des Treib­stoffs charakterisiert. Der an Schweizer Tankstellen verkaufte Diesel verfügt über eine Cetanzahl von mindestens 51. Einige Markenge­sellschaften bieten auch Diesel in Premium­qualitäten an.

 

Diesel kann auch Biotreibstoffe enthalten, wie beispielsweise FAME (Fatty Acid Methyl Ester = Fettsäuremethyl­ester = Biodiesel) oder auch synthetischen (Bio)diesel in Form von HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) oder GtL (Gas to Liquids). Gemäss Norm ist ein FAME-Anteil von bis zu 7 Volumenpro­zent ohne Kennzeich­nungs­pflicht an der Zapfsäule zulässig und mit allen Dieselfahr­zeu­gen kompati­bel. Keine Begrenzung besteht für die Beimischung von synthetischem Diesel, da dieser mit Diesel chemisch praktisch identisch ist.

 

Besondere nationale Anforderungen gelten für das Kälteverhalten von Diesel. Damit wird auch während der kalten Jahreszeit ein problemloser Treibstoffeinsatz im Fahrzeug gewähr­leistet.

 

Von ökologischer Bedeutung sind der tiefe Schwefelgehalt (max. 10 mg/kg) aber auch die Begrenzung­en des Gehalts an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen auf 7 mg/kg. Diese Produkteigenschaften leisten in Zusammenwirkung mit immer treibstoff­effizienteren Dieselmotoren sowie einer wirk­samen Abgasnachbehandlung (Diesel-Partikelfilter und Oxidationskatalysator)auf dem Fahrzeug einen wichtigen Beitrag zur Luftrein­haltung im Strassenverkehr.





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